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Kein Aussteiger, sondern Umsteiger! Mein Weg zum neuen iMac

Dieser Beitrag ist ein Gastartikel von Bastian Knetsch, der ursprünglich auf seinem Blog veröffentlicht wurde. Hier beschreibt er seine Erfahrungen mit dem neuem iMac.

Der neue iMacDa ist er endlich. Lang erwartet und viel spekuliert. Auf der Keynote im Oktober wurde endlich der neue iMac 2012 vorgestellt. Von Anfang an war mir klar, dass es eines der neuen iMac- Modelle werden sollte. Auch wenn mir auch die MacBooks immer gut gefallen haben, war für mich aber das Argument der stationären Nutzung, bei höherer Hardwareausstattung und kleinerem Preis ausschlaggebend. Mein letzter Laptop stand seit 3 Jahren immer auf derselben Stelle und an diesem Nutzungsverhalten wird sich auch in den nächsten Jahren nichts ändern, zumal mein iPad 2 die mobilen Anforderungen mehr als erfüllt. Hier nutze ich hauptsächlich den Kalender, E-Mails, Goodreader und die Verbindung zum NAS (Synology DS212+) zu Hause.

“Der Gerät” (Hardware, Optik, Ausstattung)

Warum ein Mac? Darum! Nein, ich bin der Meinung man sollte mal über den Tellerrand schauen und auch mal gucken was andere Hersteller produzieren. Nein, ich bin kein Jünger und nutze natürlich auch weiterhin mein Windows-System. Ich bin aber auch überzeugt von der Qualität der Produkte und aus diesem Grund wird es mal ein Apfel.

Der neue iMacDie Entscheidung zum iMac- Model war schneller getroffen, als die Entscheidung der Konfiguration dieses Gerätes. Hierbei standen mehrere Varianten zur Auswahl, die alle eines gemeinsam hatten. Sie kosten Geld und das nicht zu wenig. Mein Ziel war eine Konfiguration zu erhalten, die eine hohe Performance hatte und mich nicht in drei Jahren zu einem erneuten Neukauf zwing; dies alles allerdings nicht für jeden Preis. Die Entscheidung bei dem Prozessor war schnell gefallen. Ich habe mich für den 2,9 Mhz i5-Prozessor entschieden, da dieser meinen Ansprüchen genügt. Fraglich war jedoch, welche Ausstattung ich beim Arbeitsspeicher wählen sollte.

Mein Acer- Laptop war bisher mit 4GB Arbeitsspeicher ausgestattet. Hierzu muss ich allerdings auch noch etwas zu meinem Nutzerverhalten erklären. Vornehmlich nutze ich den Rechner für Office-Anwendungen (Kalender, E-Mail, Briefchen etc.), aber auch für ein bisschen Bild und Filmbearbeitung. Spiele finden bei mir ganz selten den Weg auf den Bildschirm. Für diese Tätigkeiten haben meine 4GB Arbeitsspeicher bisher mehr als ausgereicht, sodass ich mich für die 8GB Variante beim iMac entschieden habe. 16 GB wären momentan zu übertrieben gewesen, vielleicht aber in der Zukunft von Nöten, aber für einen Aufpreis von 300 EUR auch nicht akzeptabel. Eine Variante wäre jedoch gewesen, sich für das größere 27“-Model zu entscheiden, da hier, im Gegensatz zum 21,5“-Model, der Arbeitsspeicher selbstständig nachgerüstet werden kann.

Jedoch kostet das 27“- Model in der Standart-Ausstattung bereits 300 EUR mehr und es gab eine Konfiguration, die auf jeden Fall in das ausgewählte Model eingebaut werden sollte. Fusion Drive! Es handelt sich hierbei um eine „Kombination“ aus einer 1 TB HDD und einer 128 GB SSD Festplatte. Der Einbau kostete 250 EUR, sollte aber nach den ersten Test eine erhebliche Verbesserung der Performance erwirken. Aus diesem Grund war die Fusion Drive gesetzt. Da „der Gerät“ insgesamt nicht mehr als 2.000 EUR kosten sollte, kristallisierte sich ziemlich schnell das 21,5“-Modell mit dem 2,9 Mhz I5-Prozessor, den 8GB RAM und der 1128 GB Fusion Drive heraus. Alle weiteren Verbesserungen wären schön gewesen, aber momentan nicht notwendig oder für den Aufpreis zu teuer. Des Weiteren hätten höhere Kosten bei der internen Regierung zu weiteren Problemen geführt. Das beschriebene Model wurde am Tag der Verfügbarkeit (1. Dezember) für insgesamt 1.798,00 EUR im Apple Store ungesehen bestellt. Ungesehen deshalb, weil ich es ja immer noch zurückgeben kann und ich jetzt mehr als 1 Jahr auf dieses Gerät gewartet habe! Nach genau einer Woche klingelte der Postbote….

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Da war er nun, “der Gerät”. Aussehen ist ja bekanntlich Geschmacksache und ich kenne Leute, denen ist es egal. Da dieses Gerät allerdings bei uns im Wohnzimmer stehen sollte, kam es mir ganz gelegen, dass das Gerät ebenfalls den WAF (sollte nie unterschätzt werden) erfüllte. imac-4Aber ganz ehrlich, ich persönlich hätte jetzt auch keinen Bock gehabt, eine Mid-Tower Variante im Wohnzimmer zu haben. Ich selber bin angetan von der Optik von Apple, aber im Gegensatz zur Regierung war die Optik nicht der einzige Grund für einen derartigen Kauf eines Gerätes aus dem Hause Apple. Wie bereits auf der Keynote gesehen, war das Gerät verdammt flach. Dafür hatte es allerdings kein CD-Laufwerk. Das CD-Laufwerk war bei meinem Laptop bereits seit zwei Jahren kaputt und ich habe es auch nicht vermisst. Ich arbeite mit der Stick oder Cloud-Variante und fahre damit sehr gut. Meine ganze Musik ist elektronisch gesichert und die CDs auf dem Dachboden. Also für mich kein Verlust!

imac-5Ergänzend muss ich dazu anführen, dass er nicht unbedingt so flach sein muss, wenn es nach mir geht, da die Vorgängerversionen ebenfalls schon sehr flach waren und bei einem Gerät, welches nur auf einem Schreibtisch steht, das flache Design nicht im Vordergrund stehen sollte. Aber wie gesagt, es sieht gut aus und das Laufwerk werde ich nicht vermissen. Solange die Luftzufuhr ausreichend gewährleistet ist, ist alles gut.

imac-6Was mir, wie bei allen Apple Gerät immer sofort auffällt, ist die hochwertige Verarbeitung. Ich stehe auf eine gute Verarbeitung und bin kein Fan von irgendwelchen Plastik Bauteilen. Mein iPhone 4 ist nunmehr 2,5 Jahre alt und sieht bis heute aus wie neu und hat noch einen Wert von 230 EUR. Das nenne ich mal Werterhalt! Ok, die Preise sind natürlich schon echt hoch. Aber für ein optisch ansprechendes Gerät, mit hochwertiger Verarbeitung und guter Ausstattung bin ich bereit etwas zu investieren. Mit „vergleichbaren“ Geräten hätte ich auch ca. 1.400 EUR investieren müssen und es sollte diesmal ein Mac werden.

Die Hochwertigkeit fängt beim Display an und hört bei der Maus auf. Klasse! Zur Spiegelung des Displays kann ich momentan noch nicht viel sagen. Es handelt sich hierbei zwar um meinen ersten eigenen Mac, allerdings habe ich mir die Geräte der Vorgängerversion oft angeschaut. Auf den ersten Blick ist die Spiegelung geringer, allerdings muss sich dies noch genau getestet werden. Soweit der Eindruck zur Hardware.

Software – Der Umstieg

Aufgebaut, Bilder gemacht, gestartet und ca. 15 Sek. später ist das Gerät arbeitsbereit. Und leitet einen durch die allgemeinen Einstellungen, wie z.B. Land, WLAN etc. Auf den ersten Blick… ist das Bild groß… zum Glück habe ich keinen 27“ genommen. Ok, wenn man 3 Jahre auf 15“ starrt, dann ist 21,5“ schon ausreichend. Das Display macht einen guten Eindruck mit sehr guter Auflösung. Zur aktuellen Software (Mountain Lion) selber werde ich hier nicht mehr viel sagen. Ich denke, dass Leute die sich damit befasst haben bzw. Leute die es interessiert die Features kennen. Viel wichtiger ist, wie man sich in der neuen Umgebung zu Recht findet, wenn man als Umsteiger von Windows auf einen Mac wechselt. Zunächst einmal sieht der Startbildschirm sehr übersichtlich aus. Alles befindet sich im sogenannten Dock. Beim Start eines Programms aus dem Dock wird das entsprechende Programm aufgerufen und gleichzeitig ändert sich die Menüleiste mit weiteren Optionen. Die Menüleiste hatte ich anfangs nicht gesehen und habe mich gefragt, wo ich weitere Einstellungen finde. Allerdings nach ein paar Klicks läufts. Die Programme starten flott und anstatt mit dem Kreutzschen rechts, werden sie bei Mac mit Kreutzschen links geschlossen. Alles zunächst nicht groß Neues. In der Menüleiste befindet sich ein Apfel, hinter dem sich jederzeit (egal welches Programm geöffnet ist), die allgemeinen Einstellungen, wie z.B. Informationen zum Mac, Ruhezustand, Neustart, Herunterfahren, Softwareaktualisierungen verstecken. Des Weiteren befindet sich im Dock (untere Programmleiste) ebenfalls die Möglichkeit Systemeinstellungen zu tätigen. Nach einem halben Tag Arbeit, waren alle erforderlichen folgenden Einstellungen getätigt:

  • Einrichtung und Einbindung des NAS
  • Einrichtung der Time Maschine mit Sicherung auf das NAS
  • Installation aller benötigten Programme, inklusive Testlauf
  • Test aller bereits installierten Programme (iMovie, iPhoto, etc.)
  • Einbindung von Videos und Bildern in die o.g. Programme
  • Einrichtung aller Zugänge, wie z.B. E-Mail, Facebook, Twitter, Kalender

Hier bei der Einrichtung merkt man den enormen Vorteil von der Möglichkeit der Nutzung des NAS. Kein großer Datentransfer von A nach B. Einfacher Zugriff auf die zentralen Daten aus allen Systemen und die kinderleichte Einbindung. Perfekt!

Was direkt auffällt und ich von Windows nicht gewohnt war, war die unkomplizierte Möglichkeit der Installation von Programmen. Die meisten Programme waren kostenfrei aus dem internen MacAppStore zu erhalten und waren mit einem Klick heruntergeladen. Die fehlenden Programme waren ebenfalls im Internet zu erhalten und wurden mit einem Klick heruntergeladen und installiert. Beim Mac besteht die Installationsdatei aus einer Datei (*.dmg) und als installiertes Programm ebenfalls nur eine Datei. Kein Datenmasaker mit 100 Dateien für ein einziges Programm mit 27 Log-Dateien etc. Anschließend konnten das Programm als großes Icon, unter Programme gestartet werden.

Der Drucker ist auch ein einfaches Beispiel. Da dieser relativ neu ist und ich ihn erst zuletzt auf Windows 7 installiert habe, konnte ich die Art der Installation sehr gut vergleichen. Auf Windows ging es schon los, dass bei einem Drucker 4 mögliche Installationssoftwareversionen vorhanden waren, die ich aus dem Netz von der Herstellerseite laden musste. Nachdem ich sie gefunden hatte und startete erschienen schon die ersten Fehlermeldungen. Aber auch diese konnte ich noch umgehen und die Installation des Druckers startete. Jetzt hatte ich den Drucker installiert, der Scanner jedoch funktionierte noch nicht und musste ebenfalls mittels Software eingerichtet werden. Plug-and Play ist irgendwie anders.
Beim Mac wollte ich eigentlich noch gar nicht drucken, sondern nur mal das Druckermenü angucken (hatte ihn ja auch noch nicht eingerichtet). Drucker wurde bereits erkannt und war aktiv. Ein Klick auf den Scanner und die Software wurde automatisch installiert und ein schönes Icon im Doc abgelegt. Drucker aktiv, Scanner bereit in 3 Minuten.

Eine deutliche Umgewöhnung stellt einige Schreibweisen auf der Tastatur mit den dazugehörigen Shortcuts dar. Grundsätzlich dachte ich, dass ich wenig mit den Shortcuts arbeite, aber hier fehlt mir der ein oder andere Befehl. Ok, 14 Jahre Windows haben schon geprägt. Vom Grundprinzip funktioniert alles ähnlich, es hat nur einen anderen Namen in den Menüs, aber viele Sachen kann man einfach ableiten.

Wie auch ein Windows Rechner kommt auch der Mac mit einem Umfang an bereits installierten Programmen. Bei den Standartprogrammen handelt es z.B. um iMovie, iPhoto, Nachrichten, Erinnerungen, Notizen. Alle sehr gut zu gebrauchen, u.a. mit iCloud Anbindung. Sehr gut gefällt mir das Programm iPhoto. Es stellt sehr übersichtlich sämtliche Photos dar, mit der Möglichkeit diese zu teilen, drucken, bearbeiten, bewerten. Gleichzeitig erlaubt das Programm die Gesichtserkennung und die Suche nach bestimmten Programmen. Auch können hier Bilder bearbeitet werden. Nicht sehr viele Möglichkeiten der Bearbeitung, aber für den Anfang reicht es. Hierzu existieren ja auch weitere und auch sehr gute Programme, auch kostenpflichtige, im Mac AppStore. Weiterer Vorteil ist, dass dank Fotostream alle aufgenommenen Bilder aus dem iPhone oder iPad direkt auf den Computer übertragen und direkt verwendet werden können.

Alle weiteren Feinheiten wird die weitere Arbeitszeit an dem Gerät ergeben. Viele Sachen habe ich auch noch nicht umfassend getestet. Es ist aber alles sehr intuitiv und der normale Worflow geht gut von der Hand. Begeistert bin ich noch von der Maus. Ja, eine einfache Maus kann auch überzeugen. Die Steuerung mit den Gesten ist der Hammer und läuft megaflüssig. Die Gesten und auch weitere Möglichkeiten lassen sich auch noch einstellen. Besonders gefällt mir der schnelle Wechsel zwischen geöffneten Programmen mit einem Wisch.

Geschwindigkeit

Zur Geschwindigkeit kann ich nur subjektives Ergänzen. Das Gerät rennt und kopiert sehr schnell. Wer genaue Benchmark Ergebnisse haben will, findet hier umfassende objektive Testergebnisse: http://www.macwelt.de/produkte/iMac-mit-Fusion-Drive-Test-iMac-mit-Fusion-Drive-7112929.html

Fazit

Insgesamt lässt sich festhalten, dass ich den Kauf bzw. den Umstieg bisher nicht bereue. Bereits nach wenigen Tagen, mit kurzer Zeit für die Einrichtung, läuft das System einwandfrei und bisher keine Fehlermeldung oder Systemabstürze. Es arbeitet schnell und alles ist sehr intuitiv, wie ich es bereits von anderen Produkten aus dem Hause Apple gewohnt war. Auffällig ist die Symbiose von Hardware und Software, die die Performance erhöht und lästige Probleme fernhält. Optisch ist das Gerät sehr schick und flach. Der Lüfter ist, auch bei voller Auslastung, überhaupt nicht zu hören. Dies bin ich von anderen Geräten mehr gewöhnt. Auch nach einem ganzen Tag Arbeit ist keine Wärmeentwicklung festzustellen. Die Displaydarstellung ist ebenfalls super und es macht echt Spaß sich Bilder oder Filme mit ebenfalls hoher Auflösung anzugucken. Die Einbindung der iCloud und die Anbindung meiner weiteren Geräte aus dem Hause Apple machen die Zusammenarbeit perfekt.

Einziger bisheriger Kritikpunkt, wie bereits auch in vielen Foren angesprochen, ist die mangelnde Ausbaufähigkeit gepaart mit einem sehr hohen Aufpreis für höherwertige Komponenten.

Der neue iMac - Übersicht


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Über den Autor

Bastian Knetsch

#Apple #Technik #Sport #Essen #Reisen – Das charakterisiert mich wohl ziemlich gut. Ich bin seit Jahren begeisterter Apple-Nutzer und komme aus der schönen Metropole Spich (Troisdorf). Mein Motto zu allen Lebensbereichen: ”Wer kämpft der kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren”. Wenn man mich antreffen möchte, kann man das ganz gut auf Twitter unter @xXxBasKnxXx tun.

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